Pressemitteilung vom 5. Mai 2008
Neue Datenbank informiert über Kaliumgehalt von 11.000 Lebensmitteln
Berlin (mMv). Kalium ist für die gesunde Funktion von Herz, Blut und viele andere Organe lebensnotwendig. Ein Zuviel oder Zuwenig kann gesundheitsgefährdend sein. Viele Patienten – zum Beispiel mit chronischen Nieren-Krankheiten – müssen genau wissen, wieviel Kalium in Lebensmitteln vorkommt. Die neue Kalium-Datenbank von Dialyse.de erlaubt gezielt die Abfrage des Kalium-Gehaltes von rund 11.000 Lebensmitteln, Speisen und Getränken (dialyse.de/datenbank/). Die Nutzung der Datenbank ist kostenlos.
Kalium (chemisches Symbol K) ist ein metallisches Mengen-Element, das zu den wichtigsten Mineralstoffen im menschlichen Organismus gehört. Das Element kommt vorwiegend innerhalb der Zellen vor und ist für den Elektrolyt-Haushalt von entscheidender Bedeutung. Darüber hinaus spielt es eine wichtige Rolle bei der Funktion von Nerven, Muskeln und Herz sowie bei der Aktivierung von Enzymen. Die empfehlenswerte Zufuhr beträgt bei Erwachsenen rund zwei Gramm, bei Kindern zwischen ein bis zwei Gramm pro Tag. Viele Obst- und Gemüsesorten enthalten reichlich Kalium. So gewährleistet eine normale Mischkost die Versorgung des Organismus gesunder Menschen gewährleistet. Besonders reich an Kalium sind Bierhefe, Hülsenfrüchte, Trockenfrüchte oder Kartoffeln.
Zu Kaliummangel („Hypokaliämie“) kann es nach größeren Flüssigkeitsverlusten wie bei Durchfall oder Erbrechen kommen. Beschwerden sind dann allgemeine Schwäche, Übelkeit, Herzrhythmus-Störungen, Verstopfung oder Muskelschwäche. Auch ein extremer Verzehr von Lakritz kann dies bewirken, weil die Süßigkeit einen Inhaltsstoff enthält, der ähnlich wie das Hormon wirkt, das die Ausscheidung von Kalium aus dem Körper reguliert. Bei Nierenerkrankungen oder im Rahmen von künstlicher Ernährung ist die wesentlich bedrohlichere Erhöhung des Kaliumspiegels („Hyperkaliämie“) möglich, die zu Herzbeschwerden und sogar Herzstillstand führen kann.
Mit mitteleuropäischer Mischkost nehmen gesunde Erwachsene etwa zwei bis drei Gramm Kalium pro Tag auf. Diese Menge ist unter normalen Klima-Bedingungen und unter üblichen Lebensumständen ausreichend. Ein erhöhter Kalium-Bedarf besteht bei Verwendung von Abführmitteln und entwässernden Medikamenten („Diuretika“). Bestimmte Patienten müssen, zum Beispiel bei regelmäßiger Blutwäsche („Dialyse“), genau auf ihre tägliche Kalium-Zufuhr mit der Ernährung achten. Mit der neuen Kalium-Datenbank von Dialyse.de ist es jetzt möglich, den genauen Kaliumgehalt von rund 11.000 Lebensmitteln abzufragen (dialyse.de/datenbank/).
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06. Januar 2010 aktualisiert.