Pressemitteilung vom 8. Juli 2009
Schweizer für Naturmittel, Situation in Deutschland
Glandorf (8.7.2009). Am 17. Mai 2009 stimmten die Schweizer Wähler mit beeindruckender Zweidrittelmehrheit im Rahmen einer Volksabstimmung für die Verankerung der Komplementärmedizin („Naturmedizin“) in ihrer Verfassung. In Deutschland fand diese Entwicklung – außer im Standesblatt „Deutsches Ärzteblatt“ – kaum überregionale Medienerwähnung. Kritische Bewertungen in Bezug auf Deutschland sind ganz ausgeblieben. In einer jetzt publizierten Analyse kommt das pharmazeutische Unternehmen Dr. Pandalis Urheimische Medizin zu dem Schluss: Die Akzeptanz von Naturmitteln ist in Deutschland bei weitem nicht so hoch ist, wie Umfrageergebnisse zum Beispiel des Instituts für Demoskopie in Allensbach bis 2002 immer wieder unterstellt haben.
Hierfür sprechen der politisch bedingte Herausfall von Phytos aus der Erstattungsfähigkeit seit 2004, die hierdurch mitbedingten, kontinuierlich abfallenden Umsätze mit pflanzlichen Arzneimitteln oder die geringe Inanspruchnahme des Grünen Rezeptes durch Patienten. In Deutschland wird nicht einmal das, durch die Monographien der für pflanzliche Heilmittel zuständigen BfArM-Kommission E vorgegebene Potential an Phytoarzneimitteln ausgenutzt: Von rund 200 pflanzlichen Drogen mit positiver Kommission E-Bewertung werden auf dem Markt gerade einmal 90 in Fertigpräparaten angeboten. Noch drastischer sieht es bei den Neuzulassungen aus – hier gibt es seit vielen Jahren kaum noch Innovationen im Bereich der nach Arzneimittelgesetz zugelassenen Präparate.
Aus Sicht von Dr. Pandalis Urheimische Medizin bedeutet dies: Naturmedizin wird immer mehr zur freien und selbst zu bezahlenden Wahlleistung werden. Und immer weniger Bestandteil der staatlich organisierten Kassenmedizin sein (wie auch das weitgehende Scheitern der Wahltarife für Naturheilverfahren zeigt). Selbst wenn sich staatlich eingesetzte Gremien wie der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) in Berlin hinsichtlich der Komplementärmedizin derzeit noch irrational verhalten. Zum Beispiel mit dem Beschluss, Akupunktur bei bestimmten Erkrankungen zur Kassenleistung zu machen, obwohl kontrollierte Studien keine über Placebo-Nadelungen hinausgehende spezifische Akupunktureffekte nachweisen können.
Online-Infos: „Zwei von drei Schweizer wollen Komplementärmedizin“
Dr. Pandalis Urheimische Medizin GmbH & Co. KG
Füchtenweg 3, D-49219 Glandorf
eMail: urheimische-medizin@pandalis.de
Internet: www.urheimische-medizin.de
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06. Januar 2010 aktualisiert.